Ich erinnere mich, ich kam gerade von einer pubertären Schüler-Party (mit Klammerblues und Salzstangen und sowas) zurück und der Fernseher lief. Aber ich war gerade mal 12 Jahre alt und hatte nun wirklich andere Dinge im Kopf als die Mauer, jedenfalls habe ich erstmal nicht begriffen, was das alles bedeutet.
Und ich erinnere mich daran, dass ich ein oder zwei Jahre später bei einem Austausch-Aufenthalt in England von einem Lehrer ausgefragt wurde, was die Deutschen denn jetzt darüber denken, worauf ich auch nicht so wirklich was zu antworten wußte.
Nein, mein Blog ist nicht zusammengebrochen. Aber ansonsten war es wirklich eine Woche der Demontagen. Zum Beispiel in meinem Badezimmer. Obwohl das hier erst die Vorhut der Demontage darstellt:
(Nein, es war nicht die Katze!) Oder mein Rechner. Sich einen ganzen Abend lang kaputt stellen…
…und dann auf einmal wieder reibungslos funktionieren. Ah, wo ihr gerade „reibungslos“ sagt, die positive Demontage der Woche erolgte dann gestern in der Kuhberghalle hier zu Ulm, als bei den Basketballern endlich der berühmte Knoten geplatzt ist – 111:88 gegen Göttingen und der Pauls mittendrin…
Schön, dass das auch die geladenen Stadträte miterleben durften, die nächste Woche über die Multifunktionshalle Ulm/Neu-Ulm abstimmen, die die Basketballer so dringend brauchen, um in der Liga weiterspielen zu dürfen. Denn noch wird in jeweils 12stündiger Arbeit vor jedem Heimspiel die Halle umgebaut und hinterher wieder zurück in eine Schulsporthalle:
Ach ja, und morgen geht’s zur Abwechslung auf Montage – die meiner neuen Krone beim Zahnarzt.
Das war schon ziemlich verrückt an diesem Wochenende, dass ich insgesamt fast 12 Stunden im Zug gesessen habe, um 24 Stunden daheim zu sein. Aber schließlich feiert meine ehemalige Schule nicht allzu oft ihren 40. Geburtstag mit einem großen Ehemaligentreffen. Und obwohl hauptsächlich dieselben Ehemaligen aus meinem Jahrgang dort waren, die schon beim letzten Treffen da waren und die, die beim letzten Treffen nicht dort waren, auch dieses Mal wieder nicht da waren, hab ich doch ein paar „neue“ alte Gesichter gesehen, Einblick in interessante Lebensläufe bekommen und mit ein paar ehemaligen Lehrern gesprochen (die sich übrigens erstaunlich gut auch nach Jahren noch an ihre ehemaligen Schüler erinnern). Auch lustig: mal zu erfahren, dass damalige Fünftklässler uns Oberstufenschüler als ihre „Idole“ bewundert haben, obwohl wir selbst ja quasi noch Kinder waren (manche mehr, manche weniger…).
„Wie die Zeit vergeht“, habe ich aber auch gemerkt – auf den Bildern des aktuellen Lehrerkollegiums sind nur noch wenige zu finden, die auch zu meiner Zeit schon an der Schule waren und beim nächsten Ehemaligentreffen dürften es vermutlich keine oder fast keine mehr sein. Und nostalgisch wurde es dann noch bei einem Rundgang durch die Gänge, die neun Jahre lang mein „Arbeitsplatz“ waren:
Im Multimedia-Zeitalter noch komischer, wenn so der Raum mit dem Fernseher heisst:
Es gibt sie noch! Die Schülerzeitung, bei der auch ich einmal gearbeitet habe:
Früher hätte man noch sagen können „Ich arbeite beim Radio, da ist Kommasetzung nun wirklich nicht wichtig“, aber je „onliniger“ unser Geschäft wird, desto mehr schreibt man auch für die Öffentlichkeit, und wenn man wie ich auch noch ein privates Blog schreibt, kann die höchstmögliche Kenntnis der Grammatik sicher nichts schaden. Kommas habe ich bisher meistens nach Bauchgefühl gesetzt und bin damit ganz gut gefahren. Aber als Bestätigung und Aufklärung der Zweifelsfälle ist für mich die Lektüre dieses Blog-Eintrags recht aufschlußreich.
Der Pauls sagt: Ich denke, dass in diesem letzten, abschließenden Satz alle Kommas, die man übrigens auch Kommata nennen kann, korrekt gesetzt sind… ;-)
Beim Aufräumen meines „Bilder“-Ordners sind mir heute so einige Schnappschüsse in die Hände geraten, die eigentlich mal Blog-Einträge werden sollten, dann aber irgendwie in Vergessenheit geraten sind. Wie etwa (klicken für große Ansichten):
„Ich verkaufe ein E…“
„Was die Frau am Freitag denkt… dauert 6-mal drei Stunden…“
„Isch hab neues Schild am Wand gehängt…“
„Äh, keine Ahnung wie ich das geschafft hab…“
Der Pauls sagt: Das sind ja gleich vier Posts auf einmal! ;-)
Viele von Euch werden das Phänomen kennen, dass Mitbürger ausländischer Herkunft, wenn man ihr Gespräch auf der Strasse, im Bus oder Café mitbekommt, immer wieder schnell zwischen Deutsch und ihrer Muttersprache hin und her wechseln, teilweise mehrfach innerhalb eines Satzes. Das beschreibt ganz lustig Hatice Aykün im Buch „Jung, erfolgreich, türkisch“, worüber ich als Türkischlernender mich köstlich amüsieren kann:
Mit meinen Geschwistern zum Beispiel spreche ich einen Mix aus beiden Sprachen. Wir können in Sekundenschnelle nicht nur von der einen Sprache in die andere wechseln, sondern mengen deutsche Wörter unter unsere muttersprachlichen Sätze, die wir der Grammatik und dem Satzbau im Türkischen anpassen, und erfinden so unsere eigene Sprache.
„Ich muss noch ‘akşam yemeği’ kochen“, sagt meine Schwester vor dem Abendessen, oder ich frage: “ ‘Arabanın Schlüssellini geben yapsana’?“. Kannst Du mir bitte den Autoschlüssel geben? Solche Sprachkreationen lehnt wiederum meine Mutter strikt ab. Sie besteht darauf, dass in ihrem Haus nur Türkisch gesprochen wird. Wenn ich versuche, ihr zu erklären, dass es für meine Zunge nicht einfach sei, ganz auf Deutsch zu verzichten, faucht sie mich an: „Die Zunge hat keinen Knochen. Sie beherrscht die Muttersprache immer.“
Der Pauls sagt: İnşallah bana nicht auch irgendwann passieren… ;-)
(Versuch eines ersten Blog-Eintrags auf Türkisch…)
Bugün uzun uyudum ve saat on birde kalktım. Kahvaltı yaptım ettim, bu hafta sonu için alışveris yaptım ve eski kağıdım götürdüm. Sonra kütüphanedeydim ve üç kitap getirdim. Birinci kitap ile kahveye gittim, şurada iki saat için kaldım. Arkasından, küçük bir gezintiden sonra, tekrar evime gittim. Ve yarın ne yapacağım? Sanıyorum ki, pazar günü hiç bir şey yapmayacağım.
Pauls söylüyor: Türkler, lütfen hatalarım düzeltün!
Fast drei Stunden auf dem Zahnarztstuhl zu hängen, das hält man nur aus, wenn man sich für die Behandlungspausen ein gutes Buch mitnimmt. Folgende Stelle kam irgendwo zwischen den sechs Abdrücken (Ich hab übrigens Größe L, juhuu! *g*):
„Sag mal, hör ich mich an wie eine Nutte?“
„Nein.“
„Schön, ich dachte nämlich schon, Du willst mich ficken [...].“
Der Pauls sagt: fragt: Aus welchem Film geklaut? Hmm? Na? Na?
Obwohl es BUCHmesse heißt, war einer meiner Favoriten der Stand des „Kein Buch“. Ein „Buch“, mit dem man alles machen soll, darf und kann, was man einem „echten“ Buch niemals antun würde. Kauft es Euch nicht, dem ein oder anderen werde ich es zu Weihnachten schenken! ;-)
Promis ohne Ende. Gunter Gabriel und Elke Heidenreich…
…“Onkel“ Thomas Stein…
…und Harry Rowohlt (und rechts neben ihm auf dem Sofa übrigens Gerhard Polt, hab zu spät gemerkt, dass sich der blaue Rolli davorgeschoben hatt…):
Nicht verwandt oder verschwägert mit mir, der Alan:
Der neue „Agassi“ noch hinter Glas:
Der optisch beeindruckendste Stand war der von Droemer Knaur:
China präsentierte sich als Gastland 2009:
„Leader“ oder „Reader“? ;-)
Und zum Schluß noch nur eines der vielen, vielen Bücher, die gestern neu auf meine „Will ich lesen“-Liste gekommen sind:
Der Pauls sagt: Ein ganzer Tag „Medien 1.0″, sehr schön…
Mein Bruder, der beim Schreiben und Lesen der deutlich aktivere Blogger von uns ist, wies mich auf „Ein ♥ für Blogs“ hin, das ich hiermit gerne unterstützen will, indem ich meine liebsten deutschsprachigen Blogs vorstelle. Das ist aber gar nicht so einfach, weil ich mehr ein Blog-Beitrags-Leser bin, indem ich über Links oder Suchanfragen auf einzelne Artikel stosse. Und von den wenigen Blogs, die ich regelmäßig lese, sind auch nicht alle deutschsprachig. Naja, ich fang einfach mal an:
„Speak Schneider“ ist das monatliche Video-Blog von Sprachpapst Wolf Schneider. Sehenswert für alle, die mit der deutschen Sprache arbeiten. Oder sie lernen (ihr Armen…).
Cem Basman, IT-Unternehmer aus Hamburg, bloggt in „Sprechblase“ sowohl über das Web 2.0 (was mir aber etwas zu speziell ist), als auch Privates und Gesellschaftliches (was mir sehr gut gefällt).
Bei „No You Can’t“ hat sich zwar in letzter Zeit nicht mehr so viel getan, aber wer’s noch nicht kennt, hat sicher auch Spaß daran, es mal von Anfang an zu lesen.