Bücherregal (23/2011)

Massimo Carlotto – Die dunkle Unermesslichkeit des Todes

Die Geschichte: Vor fünfzehn Jahren wurden Silvio Contins Frau und sein Sohn von zwei Räubern auf der Flucht erschossen. Der eine wurde nie gefasst, der andere erkrankt nun unheilbar  an Krebs und wendet sich deswegen mit einem Gnadengesuch an Silvio, um nicht im Gefängnis sterben zu müssen. Zunächst will der davon nichts hören, hat die Tat von damals doch sein Leben vom einen auf den anderen Tag zerstört – von einem geselligen, erfolgreichen Mann wurde er zu einem einsamen Wesen, das eigentlich nur noch funktioniert, Tag für Tag, ohne Freude oder ein Ziel. Doch dann erkennt Silvio seine Chance – die Chance, endlich den Komplizen zu finden. Und die Chance auf Rache.

Der Pauls sagt: Ein kleiner, feiner Krimi aus Italien, der auf weniger als 200 Seiten die Grundfragen von Schuld und Sühne stellt und so nachdenklich macht: wie würde ich handeln oder urteilen an Stelle der Protagonisten? Darüberhinaus ein nicht wirklich spannendes, aber unterhaltsames Buch.

Bir gün, bir kelime: bağışlamak – vergeben

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